Sprühverfestigung ist eine Technologie zur schnellen Erstarrung, bei der geschmolzene Materialien mittels Hochdruckzerstäubung in feine Tröpfchen zerstäubt werden. Diese kühlen schnell ab und erstarren zu gleichmäßigen Partikeln oder Beschichtungen. Ideal für die Metallurgie, die Pharmaindustrie und die Materialwissenschaft.
Geschmolzenes Material wird mittels einer Hochdruckpumpe in das Zufuhrrohr gepumpt und erreicht dort einen (einstellbaren) hohen Druck. Anschließend tritt es tangential in die Rotationskammer ein. Dort erfährt die Materialflüssigkeit eine Rotationskraft. Gemäß dem Drehimpulserhaltungssatz ist die Rotationsgeschwindigkeit umgekehrt proportional zum Radius des Wirbels. Je näher die Flüssigkeit also der Drehachse kommt, desto höher ist die Rotationsgeschwindigkeit und desto geringer der statische Druck. Dadurch entsteht in der Mitte des Zerstäubers ein Luftdruckstoß, der einem Luftzyklon unter Atmosphärendruck entspricht. Die Flüssigkeit bildet einen kreisförmigen Film, der vom Luftkern in Rotation versetzt wird. Gleichzeitig wird der hydrostatische Druck in kinetische Energie des Flüssigkeitsfilms umgewandelt, wodurch die Flüssigkeit mit hoher Geschwindigkeit aus der Druckdüse ausgestoßen wird. Der Flüssigkeitsfilm dehnt sich aus, wird dünner und zerfällt schließlich in kleine Tröpfchen.
Die Umgebungsluft strömt in den Luftkondensator, wird dort durch Wärmeaustausch auf die gewünschte Temperatur gebracht und gelangt anschließend durch den Heißluftverteiler in den Turm. Der feine Nebel (dessen Größe einstellbar ist) trifft auf die Kühlluft, erstarrt sofort und kühlt sich beim Herabfallen kontinuierlich ab. Das gekühlte Material wird aus dem Erstarrungsturm und dem Zyklon ausgetragen, die Abluft wird vom Abluftventilator abgeführt.
1. Materialtemperatur: Die Materialtemperatur beeinflusst die Leistungsfähigkeit der Anlage. Üblicherweise wird die Temperatur zwischen der Zufuhrtemperatur des geschmolzenen Materials und dem Schmelzpunkt bzw. der Erstarrungstemperatur betrachtet. Bei höherer Zufuhrtemperatur ist die Leistungsfähigkeit geringer. Ist die Temperatur des geschmolzenen Materials zu hoch (z. B. mehr als 50 °C über dem Schmelzpunkt oder der Erstarrungstemperatur), empfiehlt es sich, das Produkt vor der Zufuhr abzukühlen, um die Anlagenleistung optimal auszunutzen.
2. Materialeigenschaften. Die Erstarrungseigenschaften verschiedener Produkte unterscheiden sich stets. Zu den wichtigsten Eigenschaften, die den Erstarrungsprozess beeinflussen, zählen Schmelzpunkt (bzw. Erweichungspunkt), Dichte, Wärmeleitfähigkeit, Kristallisationseigenschaften und Viskosität (bzw. Oberflächenspannung). Viskosität und Oberflächenspannung beeinflussen maßgeblich die Pelletqualität, während andere Eigenschaften die Abkühl- und Erstarrungsgeschwindigkeit und somit die Kapazität beeinflussen. Generell gilt: Je höher Schmelzpunkt und Dichte, desto größer die Wärmeleitfähigkeit, desto geringer die Verdampfungswärme und desto höher die Kapazität – und umgekehrt.
Sprühverfestigung von Stearinsäure, Wachs, Fett, Harzen und anderen Produkten, die bei nicht zu hoher Temperatur schmelzen können.
Spezifikation | YPL-50 | YPL-100 | YPL-150 | YPL-200 | YPL-300 | YPL-500 |
Lufteinlasstemperatur | -20 °C bis 30 °C, einstellbar | |||||
Ablufttemperatur | 20-40 °C (abhängig von den Produkteigenschaften und der URS) | |||||
Nennverarbeitungskapazität (kg/h) | 50 | 100 | 150 | 200 | 300 | 500 |
Hauptpellets Durchmesserbereich (µm) | 100-350 | 100-350 | 100-350 | 100-350 | 100-350 | 100-350 |
Kühlmethode | Kühlender Luftentfeuchter, Kühler | |||||
Durchmesser des Kühlturms (mm) | 1300 | 1600 | 1800 | 2000 | 2300 | 2500 |
Gesamtabmessungen (m) | 6×2,0×15 | 8×3×16 | 8×3×17 | 9×3,5×17 | 9×4×18 | 10×4,5×20 |
Einzugsquote | 95–99,5 %, abhängig von den Eigenschaften des Produkts und den Konfigurationen. | |||||
Hinweis: Diese Parameter dienen nur als Referenz und werden gemäß URS geändert.